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Wie unser Museum entstand. Eine Idee mit Zukunft

 

Alles begann in der Dorfwoche 1967. «Im Vorfeld der Dorfwoche, einem zehntägigen Fest, waren Vereine und Firmen angehalten, Ideen für den traditionellen Anlass zu sammeln. Eine Idee davon war, ein Flohmarkt zu organisieren mit Gegenständen, die von der Bevölkerung gespendet wurden.
Ein engagierter Dorfbewohner, Rolf Hofer hatte eine andere Idee: Statt sie zu verkaufen, könnten diese Gegenstände die Grundlage für ein Museum bilden. An diesem Ort könnte die Geschichte unseres Dorfes lebendig bleiben.

Der Gemeinderat war begeistert von dieser Idee und schrieb in einem Brief an Rolf Hofer: «Es wäre schön, wenn schon bis zur Dorfwoche 1967 eine Anzahl alter Gegenstände gesammelt werden könnten, um den Grundstein für ein Heimatmuseum zu bilden». Innerhalb von zwei Wochen entstand die erste Museumskommission, die im Dorf aktiv für das Projekt warb. Zur Dorfwoche vom 30. Juni bis 10. Juli 1967 konnten Besucher bereits eine kleine Ausstellung in der Abwartswohnung im Schulhaus Dörfli besuchen und viele brachten weitere Schätze vorbei.

Das Museum wuchs, zog vom Schulhaus Dörfli, ins Lässerhaus, ins Zehtenhaus und fand schliesslich durch das Vermächtnis von Trudi Miescher seinen heutigen festen Platz.

Die Gründungsmitglieder der Museumskommission:
Rolf Hofer, Präsident
Hans-Rudolf Ging
Maria Flückiger
Dr. Max Güttinger


Trudi Miescher - Vermächtnis an die Gemeinde

Ein Vermächtnis mit Herz für das Heimatmuseum

Trudi Miescher, (siehe Kasten) der das Heimatmuseum stets am Herzen lag, hinterliess der Gemeinde Rothrist ein grosszügiges Geschenk. In ihrem Testament vermachte sie der Einwohnergemeinde das gesamte Anwesen (Bauernhaus mit Remise aus dem 18 Jh.), samt Umschwung, Mobiliar und Bargeld verbunden mit der Auflage, ein Heimatmuseum zu betreiben.

Nach ihrem Tod 1986 geriet die Planung für den Umbau des Hauses zunächst ins Stocken. Erst 1991 wurde ein erstes Projekt vorgestellt, das die Gemeindeversammlung ablehnte. Um das Haus nicht leer stehen zu lassen, nutze die Gemeinde die Liegenschaft für Sozialwohnungen.
Im Jahr 2005 bewilligte die Gemeindeversammlung den Umbauvorschlag des Architekturbüros Robert & Esslinger und sprach einen Kredit von 3,2 Millionen Franken für die Umgestaltung des Miescherheimets in ein Heimatmuseum. Das Historikerehepaar Susanne und Dominik Sauerländer-Mangold wurde mit der Ausarbeitung eines Konzepts und der Einrichtung der Räume beauftragt. Die Eröffnung des renovierten und umgebauten Bauernhauses in das Heimatmuseum Rothrist fand im Jahr 2007 statt.

Mit der Renovation und dem Umbau wurde das Vermächtnis gemäss dem Willen von Trudi Miescher vom damaligen Gemeinderat umgesetzt, getragen von der Moral, das Versprechen gegenüber der Verstorbenen zu achten und auszuführen.